Metallica entern das Studio in L.A. ...AND RECORDING FOR ALL | 16.03.2007

Metallica haben nun vor einigen Tagen schlussendlich ihr komfortables "Headquarter" verlassen um in Los Angeles mit den Aufnahmen zu ihrem 9. Studio Album zu beginnen. Zum ersten mal nach mehr als 15 Jahren nehmen Metallica wieder ein Album ausserhalb der Bay Area auf. Letztmalig passierte das 1990-1991 bei den Aufnahmen zum Black Album in den One-On-One Studios. Die letzten Tage haben die Jungs hauptsächlich damit verbracht den richtigen Sound auszuarbeiten. Lars soll dieses mal sogar daran gedacht haben die Snare richtig einzustellen. Es wird auch gemunkelt, dass Kirk wieder einige Solos eingespielt hat.

Mit einer Veröffentlichung ist wohl frühestens im Herbst diesen Jahres zu rechnen. Im ungünstigsten Fall müssen wir uns allerdings noch bis anfang nächsten Jahres gedulden, wie Lars vor kurzem in einem Interview durchsickern lies. Wir halten euch mit Updates aus dem Studio auf dem Laufenden

 

 

 

 

 

  Metallicas Lars Ulrich LARS ULRICH INTERVIEW: 14 SONGS SOLLENS WERDEN | 07.03.2007

Eddie Trunk vom "Friday Night Rocks"-Radio durfte sich am 2.März 2007 mit Metallicas Schlagzeuger und Chef-Plappermaul Lars Ulrich über den Stand der Dinge im Jahre 2007 unterhalten. Unser drumkeulenschwingender Schlauchboot-Wikinger hat sich natürlich an keiner Stelle kurzgehalten, und so führte dieses Gespräch zu einigen sehr ausführlichen Einblicken in das Innenleben der erfolgreichsten Heavy Metal-Band der Welt.

Hier ein Auszug, exklusiv für das Metallicamp übersetzt.

Q: So viele Leute sind total verrückt nach eurer Musik und würden gerne ein Update bekommen. Also, was kannst du uns aus dem Studio mitteilen?

Lars: Na ja, wir beenden gerade die Pre-Produktion und nächsten Montag werden wir mit den Aufnahmen beginnen. Also haben wir jetzt nächste Woche noch eine weitere Woche Pre-Produktion und dann werden die Tapes am Montag endlich richtig eingespielt. Montag, der 12 März, ist D-Day. So steht's auch oben in meinem Kalender. Wir freuen uns total darauf. Es hat jetzt ein Jahr gedauert, zu schreiben, Ideen zu sammeln und so weiter - sich durch Riffs, mit denen wir Jahre auskommen könnten und das ganze Zeug zu kämpfen. Vor ungefähr 6 Monaten haben wir mit 25 Songs angefangen und jetzt werden wir nächsten Monat damit anfangen, 14 davon aufzunehmen. Wir sind alle richtig angestachelt.

Q: Es weiss wohl jeder, was während der Aufnahmen für das letzte Album im Studio ablief, weil das auf Film dokumentiert wurde. Also denke ich mir, dass dieses mal die Dinge etwas anders laufen, als bei "Some Kind Of Monster", oder?

Lars: Es ist sehr, sehr.... Ich meine, es ist so in etwa das Gegenteil davon. Es ist alles ziemlich chillig und es gibt da jetzt auch keine Filmcrew oder Psychiater oder sonst was von dem Zeug - es sind nur vier Typen von einer Rockband, die abhängen, Spaß haben, Musik machen und ihr Ding durchziehen. Es läuft recht geschmeidig. Es gibt da keine Dramas, oder so. (lacht) Ich glaube, viele Leute wäre etwas... Ich weiss nicht, ob sie enttäuscht wären, aber sie empfänden das sicher als recht ereignislos. (lacht) Es ist nur in etwa so, dass wir unser Ding machen und nach dem ganzen Scheiss, den wir 2001 bis 2003 durchmachen mussten, mit dem ganzen Zeug in dem Film, von dem du gerade gesprochen hast, ist das jetzt alles wirklich sehr entspannt. Jeder kommt gut mit dem Anderen aus und hat Spaß. Der Geist ist ein wenig, wie in den alten Tagen. Wie ich das schonmal sagte, wenn Leute mich in den letzten Monaten zur neuen Platte befragt hätten, "St.Anger", dann denke ich immer mehr, wenn ich darauf zurückblicke, dass das eine Art isoliertes Experiment war, in dem es darum ging, das ganze Schreiben und Aufnehmen direkt im Studio zu erledigen, sozusagen aus dem Moment heraus und nicht erst Ideen zu sammeln, und sich davon zu entfernen, was wir in den letzten 20 Jahren gemacht haben. Und bei dieser Platte ist das eher so, wie wir das immer gemacht haben, wir setzen und zusammen, sammeln Ideen, schreiben gemeinsam Songs, machen Demos, machen die Pre-Produktion. Ricks (Rubin, Produzent) große Masche ist ja, uns all diese Songs wirklich vollkommen verinnerlichen zu lassen, und am nächsten Montag, am D-Day, gehen wir einfach rein und vollenden die Sache - Im Grunde genommen läuft das so, sie einfach zu spielen, anstatt... So, dass man das kreative Element vom Aufnahmeprozeß trennt, dass du reingehst und einfach ein paar Lieder einspielst, die du in- und auswendig kennst, und dass man dann im Aufnahmestudio keine Energien daran verschwendet, zu kreieren, zu denken, zu analysieren und so weiter. Seine Praxis ist einfach, dass der Aufnahmeprozeß mehr wie eine Art Gig wird - einfach reingehen und spielen und all das Denken vor der Tür lassen.

Q: Anscheinend ist dir bewusst, dass es bei St.Anger, sagen wir mal, "gemischte Fan-Reaktionen" gab. Es gab eine Menge Langzeit-Metallica-Fans, die damit überhaupt nicht glücklich waren. Was denkst du nun darüber, nachdem alles jetzt Jahre zurückliegt, wenn du es dir anhörst? Was denkst du über das Album?

Lars: Ich glaube, das Album ist genau das geworden, was es werden sollte, eine Momentaufnahme, mit dieser wahnsinnigen, rauen Energie. Wir sind damals einfach reingegangen, nach dem "schwarzen" Album, den "Load"-Platten, dem Symphonie-Experiment, also Projekten, in die eine Menge an Kalkül investiert wurde, eine Menge an Zeit und eine Menge an.... Weisst du, Analysen und sozusagen das Mikro-Management jedes Momentes. Wir wollten wirklich einfach reingehen und versuchen, etwas komplett anderes festzuhalten, so eine Art Energieausbruch. Ich glaube, St.Anger hat eine Menge an dieser rauen Energie und war einfach nur durchgeknallt... Ich weiss nicht, so ein ungestümes Raushauen. Ich bin wirklich stolz darauf, dass wir den Mut hatten, das nicht einfach nur zu versuchen, sondern wirklich durchzuziehen. Ich weiss, dass offensichtlich eine Menge Leute sehr enttäuscht waren, wegen des Snare-Sounds, des Fehlens von Gitarren-Soli und so weiter, aber nach dem, was wir die letzten Jahre davor durchgemacht haben, nachdem Newsted ging und so, war das wirklich etwas, was wir tun wollten. Nicht, für irgendwen anderes, sondern für uns selbst. Ich bin wirklich stolz darauf, dass wir genug Eier in der Feinripp-Unnabux und Mumm dazu hatten, dabei zu bleiben, aber jetzt sind wir wieder mal in einer ganz anderen Situation und ich bin froh, dass wir dieses Experiment abgeschlossen und hinter uns gelassen haben.

Q: Ich kann mich noch an die Zeit erinnern, als "And Justice For All" herauskam, und die Leute sehr am Sound herumgenörgelt haben, und wenn man jetzt mit Metallica-Fans redet, dann wird die Platte oft als Lieblingsplatte genannt.

Lars: Ja, für viele Leute ist das die Ausgangsbasis für eine Menge von dem Zeug, dass gerade abgeht. Weisst du, für mich ist das auch schwer, denn ich habe wirklich eine starke Beziehung zu jeder dieser Platten, die hauptsächlich auf der Erfahrung beruht, diese Platte zu machen und alle diese Momente erlebt zu haben, die in diese Platten flossen und im Vorfeld geschahen. Ich bin ganz offensichtlich nicht der beste Mann dafür, ein neutrales Urteil abzugeben. Ich habe immer gesagt, dass alle unsere Platte auf eine bestimmte Art und Weise wie unsere Kinder sind. Es ist schwer, sich dann hinzusetzen und seine Lieblinge herauszupicken oder irgendwie eines über ein anderes auf einen Sockel zu stellen. Ich meine, die eine Sache, die zumindest all die Hardcore Metallica Fans wissen ist, dass jedes Mal, wenn wir eine Platte machen, diese dann auch eine total ehrliche und reine Reflektion dessen ist, was gerade in unserem Kopf herumschwirrt, also denke ich nicht, dass ich mich jetzt entschuldigen oder irgendwas verteidigen muss. Ich weiss, dass, wenn man das Glück hat, eine so lange Karriere, wie wir zu haben - vor allem mit all den Nyancen und Hochs und Tiefs, wie bei uns - dann gibt es immer Leute, die eine bestimmte Sache mögen und eine andere Sache dann nicht und nach diesem oder jenem Sehnsucht haben, mehr Old School zu werden, mehr New School, blusiger oder mehr aggro zu werden.... Ich habe es schon eine Million Mal gesagt, in der Minute, in der du dich darauf zu sehr einlässt, dann weisst du irgendwann gar nicht mehr, wo dir der Kopf steht. Aber eines, worauf ich wirklich absolut stolz bin, ist, dass ich auf jeden Moment in Metallicas Karriere zurückblicken und sagen kann, dass wir uns immer treu und uns, unserer Musik und unseren Fans gegenüber immer ehrlich waren, und an unsere Fans immer exakt das gegeben haben, was bei uns in welchem Moment auch immer gerade ablief.

Q: Kann man sagen, dass gerade die Erfahrungen, die ihr beim Machen von St.Anger und der Dokumentation gemacht habt, mit allem, was dazugehörte und das Drama um die Band - kann man da sagen, dass die positiven Effekte der Therapie sich auf der neuen Platte, die ja auch das Aufnahme-Debüt von eurem neuen Bassisten Robert Trujillo ist, mehr zeigen werden?

Lars: Ich glaube, so kann man das ausdrücken. Eines, was Phil, der Psychiater oder wie du ihn auch immer nennst (lacht), damals sagte, war, dass all die Erfahrungen der St.Anger-Platte auf der nächsten Platte hinsichtlich unserer Beziehungen zueinander erst ihre Früchte tragen werden. Und im letzten Jahr, in dem wir die ganze Zeit im Studio herumfrickelten, war's wirklich toll. Wir haben wieder Spaß zusammen, was viele, viele Jahre in den Neunzigern einfach nicht da war, und ich fühle mich, als wären wir jetzt wieder eine geschlossene Gruppe und dieser ganze nebensächliche, von Aussen hereingetragene Scheiss ist jetzt abgelegt, und jetzt sind wir nur ein Haufen Typen, die gemeinsam in einem Studio abhängen, die zusammen Spaß haben und schwitzen und lachen und Musik machen. Für mich ist das, worum es in dieser Band immer ging.

Q: Du hast ihn erwähnt und ich muss dich einfach fragen: hast du immernoch Kontakt zu Phil?

Lars: Ja, er lebt ganz in der Nähe. Ich sehe ihn hin und wieder mal bei sozialen Tätigkeiten, aber wir haben mit ihm seit der St.Anger-Platte nicht mehr zusammengearbeitet. Und hör mal.... Eine Sache zu dem Film... Wir können von Glück reden, dass, als der Film und die Erfahrung ans Tageslicht traten, dass da... wie nennt man das in der Filmwelt... das da eine Art von Dramaturgie war, die sich in dem Film verflechtete, und auf eine Art und Weise wurde er der Bösewicht des Filmes, wie dieser Belushi-Charakter in dieser "Saturday Night Live"-Parodie, weisst du, das Ding das einfach nicht aufhören wollte? Aber das ist alles schon gut so. Er wohnt da hinten irgendwo und er arbeitet sehr viel, meistens mit Leuten aus dem Sportbereich und ein paar anderen Leuten, die hier wohnen. und ich sehe ihn manchmal in der Stadt. San Francisco ist schon ein kleines Örtchen, und manchmal sehe ich ihn hier eben herumlaufen und so. Aber eine andere Sache... Wegen der Art und Weise, wie er in die Rolle des Bösewichtes gedrängt wurde. Da würde ich ihn gerne verteidigen, denn ich glaube ganz ehrlich, dass er die Band gerettet hat, und die ganze Arbeit, die er investiert hat, hat die Band sicher zu dem gemacht, was sie heute ist. Es ist schon ein bisschen komisch, wenn du Interviews gibst. Ich glaube, ich habe ungefähr ein Duzend Interviews im letzten Jahr gegeben. Die Leute reden immernoch über den Film und St.Anger und all das Zeug, das vier oder fünf Jahre zurückliegt. Tatsache ist, dass ich absolut stolz darauf bin, dass wir genügend Eier im Höschen hatten, das ganze zu durchschauen und durchzuziehen. Wir haben uns schon ganz früh in unseren Karriere dazu entschlossen, dass die Beziehung, die wir zu unseren Fans haben wollen, eine ist, die von so viel Offenheit wie nur möglich geprägt ist. Wir sind in den Siebzigern großgeworden, mit der ganzen Geschichte um die Zepplins, die Purples und die Kisses und der ganzen Sache mit diesem "Larger-than-Life"-Element, dem Mysterium, nicht zu wissen, was da wirklich abgeht. Wir kamen aber eher von.... Unsere Wurzeln, unsere Einstellung, all das kommt eher aus der Punk-Bewegung. Es geht darum, so leicht zugänglich, wie möglich zu sein und jeden wissen zu lassen, was wir gerade machen, und deswegen glaube ich, dass dieser Film, gut oder schlecht, so in etwa das Ultimative darin war, den Leuten zu zeigen, was bei uns los war, und keine Barrieren zwischen uns und den Fans zu haben, stattdessen so sehr, wie möglich eine offene Tür zu haben und fühlen zu lassen, dass es nichts gibt, was wir zu verbergen hätten. Daran haben wir immer geglaubt. Ich glaube, das ist ein großer Teil dieser großartigen Beziehung, die wir glücklicherweise immer zu unseren Fans hatten.

Q: Um auf die großen Meilensteinen Metallicas zu sprechen zu kommen, letztes Jahr hattet ihr das 20jährige Jubiläum von Master Of Puppets. Ich weiss, dass ihr in Europa wart und das Album komplett gespielt habt, richtig?

Lars: Ja, haben wir. Wir haben im letzten Sommer ungefähr für 3 Wochen getourt. Es gibt keinen besseren Ort, den man im Juni besuchen könnte, als Europa. Wir wurden zu einigen Festivals eingeladen und das ganze verwandelte sich dann in so ein 3-Wochen-Ding. Das englische Kerrang!-Magazin hat eine Art Tribute zum Puppets-Album gemacht, mit all diesen geilen, groß aufkommenden Bands, wie Trivium, Bullet For My Valentine und Machine Head und ein paar anderen Jungs, die schon länger dabei sind, die dann diese Songs von Puppets gecovert haben. Und wir haben da gesessen und waren in diesen nebeligen Emotionen dieser ganzen Sachen total gefangen und haben dann die Tour und die einzelnen Dates und so geplant. Wir wurden auch von meinem Freund Mike von Dream Theater inspiriert, der mir erzählte, dass sie damals mal das gesamte Master Of Puppets-Album als Zugabe gespielt haben. Er war definitiv auch Teil dieser Inspiration. Und dann sind wir rausgegangen und haben über 3 Wochen hinweg das gesamte Puppets-Album gespielt, mehr oder weniger Note für Note. Normalerweise nehmen wir uns die alten Songs vor, und haben dann die Tendenz sie zu re-editieren und Dinge herauszunehmen oder hinzuzufügen, aber diesmal haben wir einfach das alte Album Note für Note nachgespielt und das hat uns eine Menge an Spaß gemacht, und auf eine Art hat das schon die Meßlatte für das neue Album gelegt, hinsichtlich dessen, dass uns bewusst wurde, auf welchem Niveau wir fähig sind, zu schreiben, und es war einfach eine geile Erfahrung, jede Nacht vor 50, 60, 70.000 Leuten das alte Zeug zu spielen und die Hingabe, den Respekt und die Wertschätzung zu spüren. Ich meine, es vor 75.000 Leuten in Donington zu spielen war einfach unglaublich.

Q: Habt ihr irgendetwas davon dokumentiert? Habt ihr überhaupt etwas gefilmt oder aufgenommen?

Lars: Weisst du was? Heutzutage kannst du dich niemals von Kameras oder Aufnahmegeräten fernhalten (lacht). Es gibt da immer ein paar Typen mit einer Kamera. Falls jemand danach das Verlangen verspürt: das Zeug gibt es da irgendwo. Und hör zu, ich sage weder, dass wir es wieder spielen werden, noch, dass wir es nie wieder spielen werden. Ich meine, das war eine Erfahrung, auf die man immer wieder zurückgreifen kann. Wir sind sarkastisch und verschwenderisch genug, um.... Vielleicht gehen wir dieses Jahr raus und feiern das 21.Jubiläum von Master Of Puppets, und in ein paar Jahren feiern wir dann das 23.. Weisst du, was ich meine?! Das ist etwas, was wir immer mal wieder machen können, weil es einfach einen riesigen Spaß gemacht hat.

Q: Ich weiss, dass das ein großes Thema in Amerika war. Da meinten alle Leute "Verdammt, ich wünschte, sie würden das hier einmal machen"

Lars: Weisst du was? ich weiss, dass es schwer für amerikanische Fans ist. Dieses Jahr werden wir wieder eine zwei-drei Wochen lange Tour in Europa machen, in anderen Ländern, als letztes Jahr. ich weiss, dass einige Fans in Amerika sich zurecht darüber beschweren, warum wir in jedem Sommer so viel Zeit in Europa verbringen, aber ich sage dir eines, es gibt keinen besseren Ort, in den man im Juni in den Urlaub fahren kann. Setz ein paar Gigs an und hab Spaß. Aber all die amerikanischen Fans können beruhigt sein, dass es in den nächsten Jahren mit der neuen Platte und mit all unserer unendlichen Wertschätzung bei ihnen vorbeikommen werden. Und ich bin mir ganz sicher, dass wir das Puppets-Ding nochmal abziehen werden. Wenn nicht, dann machen wir nächstes Jahr die "And Justice For All"-Version davon. Wer weiss? Das Tolle daran, in einer Band wie dieser zu sein, ist, dass niemand uns vorschreiben kann, was wir tun sollen, und es gibt da keine Formel oder irgendso einen Scheiss, an den wir uns halten müssten. Wir würden gerne mal was anderes machen, und das haben wir auch versucht, als wir.... Wir sind letztes Jahr nach Süd Afrika gefahren, wie waren in Japan, wir haben ein paar Wochen in Europa gespielt, und, wie ich es sagte, dieses Jahr werden es drei Wochen.... Ich würde gerne mal sowas machen, bei dem wir nicht nur auf dem Rücken unserer Platte touren um unsere letzten Produkt und die Singles und den ganzen Scheiss zu promoten. Weisst du, was ich meine?! Wo es mehr so ist, dass du auf Tour gehst, wenn du Lust dazu hast, du gehst ins Studio und nimmst auf, wenn du willst, und alles kommt nicht so abschnittweise, von wegen "Hier ist die neue Platte" und "jetzt touren wir für 18 Monate und spielen 75% des neuen Materials" und all das Zeug.

Q: Ich meine, das wäre auch cool, wenn ihr euch in einS Studio einsperrt, und dann mitten drin geht ihr raus und holt euch den Kick von einem Live Auftritt. Das würde euch dann wieder einen richtigen Arschtritt verpassen, den ihr ins Studio mitnehmen könntet.

Lars: Das ist ja ganz offensichtlich der Grund. Wir fühlen uns auch irgendwie rastlos, wenn das Status Quo-Ding sich schon zu lange hingezogen hat. Also denke ich, dass es für den kreativen Prozeß eine geile Sache ist, mal für eine Weile aus dem Studio zu treten und ein paar Gigs zu spielen, Energie von den Fans aufzusaugen, die Hingabe zu spüren und zurückzugeben, sich eine Perspektive zu verschaffen, sich etwas von dem Zeug, an dem du arbeitest, anzuhören während du zu einem Gigs fährst, oder was auch immer, und dann für weitere 6 Wochen mit aufgeladenen Batterien zurück ins Studio zu gehen. Das ist in etwa der Plan dieses Jahr. Wir werden bis Anfang Juni aufnehmen und dann Europa drei Wochen lang aufmischen , und dann Ende Juni oder Anfang Juli geht's dann zurück ins Studio um die Aufnahmen abzuschliessen.

Q: Und wollt ihr eure Platte schon dieses Jahr rausbringen, oder denkt ihr da eher an das nöchste Jahr?

Lars: (lacht) Jedes Mal, wenn wir eine Platte rausbringen, dann malen wir uns diese perfekten Szenarien aus, wie es rauskommt, und niemand wird sich stressen und es gibt keine Deadline und alles wird schon cool und chillig werden und niemand hebt sich 'nen Bruch oder kriegt Magengeschwüre oder was auch immer, aber so kommt's dann am Ende nie. Wir werden das nach dem Abschluß der Aufnahmen so schnell, wie nur möglich rausbringen, um es mit jedem zu teilen, aber heutzutage ist das mit dem ganzen Scheiss im Musikgeschäft so, dass einem da die Manager ständig am Ohr knabbern, von wegen "Wir brauchen dies, wir brauchen das...". ich würde gerne versuchen, es schon dieses Jahr herauszubringen, ich hoffe, dass wir es dieses Jahr rausbringen können. Wenn es dieses Jahr nicht herauskommt, dann ganz am Anfang des nächsten Jahres. Ich meine, eine Tatsache ist, dass es erst ein paar Monate, nachdem es fertiggestellt wurde, herauskommt und dann sollte jeder auch zufrieden sein

 

HIER EIN PAAR BILDER AUS DEM STUDIO

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